Tiroler Bergbau und Hüttenmuseum Brixlegg

Tiroler Bergbau- und Hüttenmuseum Brixlegg

 

Die Gründung des Museums erfolgte durch einen Verein Ende 1986.Das Museum dient der Allgemeinheit auf geistigem und kulturellem Gebiet ,indem es die historischen Bergbau- und Schmelztechniken dokumentiert und darstellt.
Seine Tätigkeiten erstrecken sich von Brixlegg aus auf das Bundesland Tirol ,mit dem Schwerpunkt des Unterinntales.
Durch die Ausstellung in einem Museum wird den interessierten Besuchern die Möglichkeit geboten ,einen wesentlichen Teil der Montangeschichte Tirols kennen zulernen.
Am 21.9.1991 erfolgte die Eröffnung des Museums mit einer Ausstellungsfläche von ca. 150 m².In der Zwischenzeit wurde mehrmals vergrößert ,so dass seit 1997 die Exponate auf einer Ausstellungsfläche von 400m² präsentiert werden können.

Untergebracht ist das Museum in den Räumlichkeiten der ehemaligen Volksschule Brixlegg.
Informationen  über das Gebäude finden  Sie     >>>>>hier<<<<<

Die Mittel für die Durchsetzung der Vereinsziele werden durch Eintrittsgelder ,Einnahmen aus Schenkungen 
und Spenden ,Veranstaltungen ,finanzielle Zuwendungen vom Land Tirol ,von der Gemeinde Brixlegg ,der Republik Österreich ,anderen Vereinen und aus Mitgliedsbeiträgen aufgebracht.
Gegenwärtig zählt der Verein ca. 180 Mitglieder.

Im Museum selbst werden die geologischen Verhältnisse der Bergbaugebiete in Tirol ,insbesondere aus dem Raum Brixlegg bis Schwaz,mit ihren vielfältigen Gesteinen erklärt.
 

Die Abteilung Mineralogie beinhaltet neben kristallkundlichen Erläuterungen die sog. "Bitterlich-Sammlung",
die ca. 400 Mineralien umfasst und sie nach systematischen Merkmalen präsentiert.

Ur- und frühgeschichtliche Funde lassen auf eine alte Bergbausiedlung im Raume Brixlegg schließen.
Sie ergeben einen weiteren wesentlichen Schwerpunkt der Ausstellung.
Einzigartige Fundstücke und Relikte aus längst  vergangenen Zeiten ,die über 6000 Jahre zurückreichen,
weisen auf eine lange Entwicklungsgeschichte des Montanwesens in Tirol hin.
Die Funde können den komplexen Zusammenhang von Besiedlung ,Bergbau und Verhüttung über Jahrtausende belegen.
 Der im Museum ausgestellte Fundkomplex vom "Mariahilfbergl" in Brixlegg ist in dieser Form einmalig.

Das Berg- und Hüttenwesen in Tirol erlebte im 15. und 16 Jahrhundert eine Hochblüte.
Zu dieser Zeit war der Bergbau und eine Schmelzhütte bereits ein völlig durchorganisiertes Unternehmen.

Abbildungen aus dem Schwazer Bergbuch von 1556 und Zeichnungen von "Georgius Agricola" zeigen anschauliche
Beispiele von der Organisation und dokumentieren auch die schwere Arbeit im Montanbereich.

In diesem Zusammenhang werden dem Besucher Geleucht und Gezähe sowie viele viele andere Bergbauutensilien wie z.B. Steigbäume ,Erztröge ,Meißel ,Keile ,Holzschemel,........etc. in mannigfacher Zahl und Ausführung aus den verschiedensten Jahrhunderten gezeigt.
Teile einer alten Wasserkunst sind weitere Ausstellungshöhepunkte.

Glanzstück ist ein ca. 150 Jahre alter Spurnagelhunt ,der in einer Aufsehen erregenden Aktion
von einer Gruppe französischer und deutscher Fachleute mit österreichischer Beteiligung aus dem "Gratlspitz" nahe Brixlegg geborgen wurde.

 

Dass hier originale Fundgegenstände aus dem Bergbau und nicht Nachbildungen gezeigt werden können , verdanken wir speleologisch  ausgebildeten Gruppen.Eine davon ,die
"Bergbau Aktiv Truppe" / BAT
die Bergungen aus den unzugänglichsten Stollen und Schächten vornehmen kann ,hat auf diese Weise bislang an die 2000 Fundstücke von besonderer Bedeutung ans Tageslicht befördert.

 

 

Weiters  spielen  Markscheiderei (Vermessung), Aufbereitung sowie Verhüttung (Schmelzen) große Rollen im  hiesigen Montanwesen.

Kommen Sie vorbei - wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Glück Auf!


www.bergbaumuseum-brixlegg.com