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Eingangsbereich
Im Zuge des Rettungs- und Zufahrtsstollenbaus der BEG (Projekt
Unterinntaltrasse) wurde ein
im frühen 20.Jahrhundert "heimgesagtes" Grubengebäude unterirdisch angefahren
und wieder entdeckt.
Der Bergbau wurde so vorgefunden wie er von den "Alten" verlassen wurde.
Die Funde vom "Bergbau Matzenköpfl" werden hier präsentiert.



Erdgeschoss
Ost:
Das Glanzstück unseres Schauangebotes ist zweifelsohne der "Hunt vom Gratlspitz"
Diese Bergtruhe wurde in den 80´ger Jahren von deutschen Kollegen im Bergbau "Thierberg",
heute "Gratlspitz" bezeichnet, angetroffen und geborgen. Nach einer ausgiebigen
Restauration
kann der Hunt nun im Museum über die Besucher wachen.
Bitte beachten Sie unsere Sonderbriefmarke "Spurnagelhunt"--->
Briefmarke




Als Geleucht bezeichnet der Bergmann sein Licht.
Eine kleine Ausstellung vom Kienspan bis zur elektrischen Grubenlampe
gibt dem Besucher einen kleinen Einblick von den damaligen und heutigen
Lichtverhältnissen.

Als Gezähe bezeichnet der Bergmann sein Werkzeug.
Ein Bohrhammer und Sprengstoff ist heute selbstverständlich,
heute beträgt ein durchschnittlicher Streckenvortrieb 1,6m bis 3m pro Schicht.
Der historische Bergmann erreichte vor Einführung des Schwarzpulvers einen
ungefähren Vortrieb von 1-2 cm! pro Schicht! (schon damals betrug diese 8 Std.)
Schlägel und Eisen, gekreuzt das Standeswappen der Bergleute, waren das
hauptsächliche Gezähe.
Sie können eine umfangreiche Gezähesammlung besichtigen.

Erdgeschoss
West
Als Markscheiderei wird im Bergbau die Vermessungstechnik bezeichnet.
Der Markscheider oder auch Schiener genannt, war der Vermessungstechniker.
Wo früher Wachsscheibe, Senkblei, Kompass und Bergstab ihren Dienst
verrichteten,
wird heute mit hochpräzisen Lasermessgeräten und Theodoliten mit Digitaltechnik
gearbeitet.


Bitte denken Sie bei Verhüttung nicht an das, was es im ersten Augenblick zu
verheißen mag ;-)
Als Verhüttung wird die Schmelztechnik und Metallurgie bezeichnet.
Aus Erz wird in Hütten Metall erschmolzen. Beim Fahlerz ein sehr aufwändiger
Prozess.
Die Giftigkeit dieser Arbeit, bei der Schwermetalldämpfe zum sehr frühen Tod
führten,
braucht wohl nicht zu erläutert werden.


Untergeschoss
Die Grubenwehr war eine aus Bergbaubediensteten gebildete Rettungsorganisation.
Die Mitgliedschaft war freiwillig und eine Ehrensache.
Sie hat mit der Feuerwehr nur wenig gemeinsam, dies fängt bei den im Bergbau
verwendeten Atemschutzgeräten an.
Regenerationsgeräte versorgten den Geräteträger mit ca. 4 Std. Atemluft.
Pressluftgeräte hingegen ermöglichten den Aufenthalt in gefährlicher Atmosphäre
"nur" für ca. 30 min.
Unsere Museumsgrubenwehr ist sowohl mit den Atemgeräten als auch mit einer
Gerätewerkstatt
ausgerüstet, wobei unsere Grubenwehrmänner nicht mehr einsatzfähig sind.



Bei den ausgestellten Mineralien handelt es sich um einen Teil der so genannten
"Bitterlich Sammlung".
+Dr. Bitterlich+ führte in den 1960ér und 70ér Jahren Untersuchungen zur
Aufsuchung von Erzkörpern mittels VLF (Very low Frequency)-Antennen im
Bergbau Großkogl bei Brixlegg durch.
Er und sein Vater sammelten schon damals Bergbaurelikte und Mineralien,
von denen ein Teil in unserem Museum zu besichtigen und vom Ausstellungsangebot
nicht mehr wegzudenken sind.

Nehmen Sie sich Zeit und besuchen Sie uns!
Die hier gezeigten Bilder geben nur einen Teil unserer Ausstellung wieder.
©
Tiroler Bergbau und Hüttenmuseum
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